altÜber Weihnachten will der Weidinger Bürgermeister entscheiden, ob er antritt. Von Wolfgang Fischer



Cham. Wenn man in CSU-Kreisen nach dem Favoriten für die Nachfolger des CSU-Bundestagsabgeordneten Klaus Hofbauer fragt, wird in Cham derzeit nur ein Name genannt: der des Weidinger Bürgermeisters Karl Holmeier. Soviel Vertrauensvorschuss hat den Kurzzeitlandtagsabgeordneten bewogen, über die Weihnachtsfeiertage nochmals in sich zu gehen und seine eher ablehhnende Haltung zu überdenken.

Für Hektik in der Bewerberkür sieht Holmeier keinen Grund. Die Frist, die er sich selbst gesetzt hat, endet am 10. Januar 2009. An diesem Samstag ist Klausurtagung der Landkreis-CSU in Roding. Bei der es zwar hauptsächlich um inhaltliche Fragen gehen soll, doch kommt man wohl nicht umhin, auch über Personalien zu diskutieren.

Aus dem Kreis der Bewerber schien Holmeier ausgeschieden, nachdem er erklärt hatte, er sei mit Herz und Seele Bürgermeister von Weiding. Inzwischen aber mehren sich die Anzeichen dass der 52-Jährige den Spagat - ehrenamtlicher Bürgereister und gleichzeitig Bunndestagsabgeordneter - doch wagen könnte. Dazu befragt, räumt er ein, dies wäre nicht einfach, ob es möglich sei, müsste die Praxis zeigen.

Der Wunschkandidat des Kreissvorsitzenden und Staatssekretärs Markus Sackmann wäre der CSU Fraktionssprecher im Chamer Kreistag in jedem Fall. Doch nicht nur Sackmann, auch viele andere Parteifreunde drängen Holmeier zur Kandidatur. Zumal sie wissen, dass der Weidinger wohl auch den Schwandorfer Parteifreunden vermittelbar wäre.

Fest steht für den CSU Bereichsvorsitzenden Karl Holmeier, dass die Kandidatenfrage nicht im stillen Kämmerlein, sondern von einer Kreisdelegiertenversammlung entschieden werden sollte. Da ist er sich mit Sackmann völlig einig. Ende Jaanuar würde diese Delegiertenverrsammlung stattfinden, bei der es mehrere Bewerber geben könnte.

In Schwandorf gibt es auch einen zeitlichen Fahrplan für die Kandiidatenkür, wie Wahlkreis-Geschäftsführer Albert Herzog wissen ließ. Am 7. Januar trifft sich dort bereits der Kreisvorstand, acht Tage später tritt man in Klausur und am 30. Januar tagt die Bundeswahlkreisskonferenz. Am 14. Februar küren - der Ort steht noch nicht fest - 82 Delegierte aus Cham und 78 aus Schwandorf den Bundestagskandidaten der CSU im Wahlkreis 235. Cham hat die Mehrheit, weil die CSU bei der Bundestagswahl 2005 ein besseres Stimmenergebnis als die Schwandorfer Parteifreunde eingefahren hatte. Was aber keine Garantie darstellt, dass der Chamer Kandidat durchgeht. 1998 wurde Klaus Hofbauer nominiert, obwohl damals die Schwandorfer in der Überzahl waren.

 

Quelle: Chamer Zeitung




 

   
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