Monika Hohlmeier und ihre Ziele für Europa - Politischer Frühschoppen in Hetzenbach

Hetzenbach. (ggl) Am Pfingstsonntag gab es traditionell einen politischen Frühschoppen im Festzelt am Fuße der Leonhardikirche in Hetzenbach. Auf Initiative der CSU-Ortsgruppe Zell konnte als Gastrednerin die Kandidatin für das Europaparlament Monika Hohlmeier gewonnen werden.

Der Ortsvorsitzende der CSU Zell Lothar Mandl freute sich über die anwesende Politprominz mit dem Kandidaten für die Bundestagswahl Karl Holmeier, Barbara Haimerl, Kandidatin für die Europawahl und den Bürgermeistern Hugo Bauer und Gerhard Hecht. Vertreten waren auch die Ortsverbände der CSU mit ihren Vorsitzenden.

Tradition und Brauchtum werde in Bayern gepflegt, so Lothar Mandl, aber die Einheit Europas müsse unser aller Traum sein. Hierfür brauche man aber der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger. Trotz positiver Entwicklungen in Europa gebe es noch viele Vorbehalte. Beispielhaft meinte Lothar Mandl, dass Europa als bürokratisches Monster gesehen werde, welches bürgerfern handle und die Selbstständigkeit unseres Landes einschränke. Er forderte die zahlreichen Zuhörer im Zelt auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und mit Monika Hohlmeier eine kompetente CSU-Politikerin nach Brüssel zu wählen, damit die Interessen Bayerns mit starker Stimme vertreten werden.

Auch Barbara Haimerl steht für ein starkes Europa. Sie erinnerte in ihrem Grußwort an die unterschiedlichsten Projekte in unserer Region, die von der EU gefördert wurden. Der Drachensee als Hochwasserschutz und die Ausstellung in Walderbach wurden beispielhaft erwähnt. In unserer Region seien wir Nettoempfänger, bekommen also mehr zurück, als wir einbezahlen. Es gebe, nicht wie befürchtet, mit den offenen Grenzen mehr Kriminalität, sondern die Statistiken zeigten eher das Gegenteil auf. Wir liegen im Herzen Europas unsere Exporte würden sehr gut bewertet.

Festleiter Thomas Piendl erinnerte in seinem Grußwort an politische Schwergewichte, die in Hetzenbach bereits den Frühschoppen bereichert hätten. Auch Horst Seehof er trat schon als Gastredner auf. In diesem Sinne sagte er mit lächelnder Miene Monika Hohlmeier eine große Karriere voraus.

Es gebe viel zu tun im Hause Europa, deshalb sollte jeder Bürger wählen.

Monika Hohlmeier meinte in ihrem Redebeitrag, dass die Gefühlslage der Menschen bezüglich Europa gemischt sei. Man sehe oft nur Bürokraten in Brüssel, die sich mit dem Krümmungsgrad der Gurken befassen würden. Es liege in diesen Bereich auch vieles im Argen, teils könne man sogar von einer Katastrophe sprechen. Bei Entscheidungen redeten zu viele Verbände mit. Sie sprach beispielsweise eine Verordnung über den Salzgehalt im Brot an, die allerdings wieder zurückgenommen werden musste. Man sollte sich nicht auf eine eigene Nährwerttabelle festlegen. Das Olivenöl oder die Salzlake im Schafskäse der Italiener und Griechen würden dann gegebenenfalls sehr schnell zu gesundheitsschädlichen Lebensmitteln. Ähnlich sei es auch bei der Dokumentationspflicht und den Hygienevorschriften in kleinen Betrieben. In Deutschland glaube man offensichtlich immer noch, dass alles richtig sei, wenn es auf einem Papier stehe.

Auch für die Bauern will sich Monika Hohlmeier einsetzen: „Nicht die Agrarkonzerne pflegen unsere Landschaft, sondern die Bauern."

Die Rednerin vertritt die Auffassung, dass der Staat nicht alles reglementieren sollte. Ein kleiner oder mittelständischer Betrieb werde sinnlos belastet. Großbetriebe hingegen müssten eher kontrolliert werden.
Die Problematik um Opel wurde von Monika Hohlmeier auch thematisiert. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg habe recht mit seiner Insolvenz-Meinung. Der Konzern wird vom Staat gestützt
und die Mittelständler müssten sich um sich selbst kümmern. Was ist, so ihre Frage, wenn morgen VW oder BMW in Schräglage gerät? Wenn der Staat eingreife, schädigen wir uns letztendlich selbst, der Steuerzahler habe davon nichts. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und die CSU sagen hierzu offen ihre Meinung, auch wenn Gegenwind komme. Ist garantiert, so Hohlmeier, dass die deutschen Zulieferer von Opel auch weiterhin Aufträge erhalten, oder kommen nun Zulieferer aus dem europäischen Bereich zum Zuge? Wo sind diese Garantien?

Auch für die Bauern will sich Monika Hohlmeier einsetzen. Nicht die Agrarkonzerne pflegen unsere Landschaft, sondern die Bauern. Sie prangerte die Milchkontingentierung an. Viele EU-Länder seien dafür, aber nur wenn sie die eigene Produktion steigern durften.

Bezüglich der „Reichensteuer", wie sie die SPD anstrebt, meinte sie, dass hierunter der Mittelstand zu leiden habe. Wenn man ab 10000 Euro Gewinn als reich gelte, dan bliebe für den Mittelstand nicht mehr für Investitionen übrig. Di wirklich Reichen säßen bereits an derswo. Der Mittelstand werde di Zeche zahlen müssen.

Für die Managergehälte bräuchten wir Regeln, Geldgie schade uns alle. Zocker dürften kei ne Boni erhalten. Die ganze Wirt schaftskrise hätten uns die Ameri kaner mit ihren Träumereien einge brockt. Zum Verhältnis zu Amerik, zitierte sie einen Satz ihres Vater Franz Josef Strauß: „Man müsse unabhängig gut befreundet sein".

Zum angestrebten Beitritt der Türkei zur EU vertrat sie die Meinung der CSU. Es könne nur ein privilegierte Partnerschaft in Frage kommen. Wer beispielsweise der Ehrenmord noch akzeptiere, habe in der EU nichts zu suchen.

Monika Hohlmeier und Karl Holmeier forderten alle Bürger auf an 7. Juni zur Wahl zu gehen und auch die Briefwahl zu nutzen.

Quelle: Chamer Zeitung
 

   
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