CSU Ortsverbände informierten über neues Biomassekraftwerk
 Stamsried/Pösing. (kk) Bereits vor einigen Wochen hat der CSU Ortsverband Pösing mit dem Ortsverband Stamsried eine Informationsfahrt zum Biomasseblockheizkraftwerk nach Waldmünchen vereinbart. Dass nun das Thema nachhaltige Energieversorgung aufgrund der Vorfälle in Japan allgegenwärtiger denn je ist, hat die Besichtigungsfahrt vergangenen Samstag in ein noch aktuelleres Licht gerückt. Begrüßt wurde die Delegation aus Pösing und Stamsried vom Waldmünchner Bürgermeister Markus Ackermann und vom neuen Vorsitzenden der Waldbauernvereinigung (WBV) und Stadtrat Hans Beer.



Bürgermeister Ackermann zeigte Waldmünchens Weg auf: „Wir sind bestrebt mittelfristig komplett energieautark zu werden", erklärte er.

Bereits jetzt, nachdem das Heizkraftwerk in Betrieb ist, werden zwei Drittel der benötigten Strommenge aus Biogas, Wasserkraft (Perlsee), Biomassevergärung, sowie über Photovoltaik erzeugt. Zur Philosophie des Waldmünchner Weges gehört aber auch, dass die dabei erzeugte Wärme des Heizkraftwerkes, wie auch im Energiedorf Schäferei (Biogas) von den privaten Haushalten und Gewerbebetrieben genutzt wird.

Der WBV-Vorsitzende Hans Beer führte anschließend durch die neue Anlage. Die Besucher waren sehr erstaunt, mit welch moderner Technik dieses Kraftwerk ausgestattet ist. Anschließend zeigte er den Besuchern die technische Wirkungsweise der Anlage anhand einer Powerpointpräsentation. Anschließend stellte sich Beer den vielen Fragen der interessierten Besucher und antwortete sehr kompetent. Zufrieden stellte man fest, dass sämtliche Wertschöpfung des Energiekreislaufes im Landkreis Cham bleibe. Früher sei der Energierohstoff Holz in andere Regionen abtransportiert worden - mit dem Rohstoff sei auch das Geld abgeflossen. Heute sei das größtenteils nicht mehr der Fall, so der WBV Vorsitzende. Dass in Waldmünchen die WBV und die Bayerischen Staatsforsten sich als Betreiber des Biomasseblockheizkraft werks zusammengeschlossen haben, sei ein Glücksfall, den dadurch sei es aus wirtschaftlichen Gründen schon gewährleistet, dass der Rohstoff Hackschnitzel für die Energieversorgung ausreichend und vor allem preisstabil zur Verfügung stehe.

Abschließend überreichten die beiden Ortsvorsitzenden Bürgermeister Herbert Bauer und Bürgermeister Edmund Roider den Gastgebern als Dankeschön ein kleines Geschenk in Form von verschiedenen Sorten Gerstensaft, „ebenfalls nachhaltig hergestellt aus unserer Region".
 

 

   
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