Keine einvernehmliche Lösung
Josef Gruber nannte neben den erwähnten Gründen auch, dass es die Eltern heutzutage nicht mehr wie früher mittragen wollen, dass ihre Kinder in der Grundschulzeit an bis zu drei verschiedenen Standorten unterrichtet werden müssen. Bürgermeister Edmund Roider teilt in seiner Stellungnahme aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung mit, dass er und auch die Mitglieder des Gemeinderates zwar die Gründe des Schulamtes für die Schließung des Schulhauses teilweise nachvollziehen können. Was ihm und auch den meisten Gemeinderäten aber sauer aufstoße, sei die Tatsache, dass die Schließung innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden muss.

Bürgermeister Roider hätte sich gewünscht, dass die Schließung, wenn sie schon nicht aufzuhalten sei, erst im Schuljahr 2012/2013 vollzogen worden wäre. Dann hätte man ein wenig Zeit gehabt, den Bürgern die Notwendigkeit der Schließung in Bürgerversammlungen erklären zu können. Auch über eine eventuelle Nachnutzung bzw. über die personellen Angelegenheiten (zum Beispiel Reinigungskräfte) hätte man in Ruhe nachdenken können. Gerade deshalb habe er dafür in den letzten Wochen gekämpft, leider vergeblich.

Der Bürgermeister ärgere sich auch, dass das Schulamt in den letzten Wochen in öffentlichen Erklärungen immer wieder betonte, dass Standortschließungen nur im Einvernehmen mit den Bürgermeistern erfolgen werden. Für Pösing treffe dies nun leider nicht zu.

Er verberge aber auch seine Enttäuschung darüber nicht, dass, den Aussagen des Schulleiters Kurt Breu nach zu schlichen, vielen Eltern der Schulkinder eine Schließung des Pösinger Schulhauses nichts ausmache, ja dies sogar teilweise begrüßt werde, weil dadurch die Schulfamilie wieder mehr zusammengeführt.

Quelle: Chamer Zeitung

   
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