Bierlkapelle. Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus Weitzer statt.


PÖSING. Am Dienstagabend traf man sich im Gasthaus Weitzer zur Gründung eines Kapellenvereins für die Bierlkapelle. Bürgermeister Edmund Roider begrüßte dazu zahlreiche Bürger. Sein besonderer Gruß galt den Trägern der Bürgermedaille in Silber Elsa Daiminger, Heinrich Meyer und Josef Drexler. Sein weiterer Gruß galt Ehrenbürger Johann Nirschl so wie Pfarrer Siegmund Kastner.
In kurzen Auszügen stelle er die Kapelle vor. Sie wurde erstmals 1822 namentlich erwähnt, damals ließ die Gastwirtswitwe Walburga Schreiber auf dem Pösinger Kalvarienberg eine Kapelle bauen. Ein ganzes Jahrhundert wurde jeden Karfreitag der Kreuzweg hinaufgebetet. Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre befand sich die Kapelle in einem schlechten Zustand. 1976 entschloss sich deshalb der damalige Gemeinderat unter Bürgermeister Alfons Daiminger mit Unterstützung der katholischen Kirchenstiftung die Kapelle zu renovieren.
1979 nach fast 40-jähriger Unterbrechung fand erstmals unter Pfarrer Pfeffer wieder der Karfreitagskreuzweg zur neu entstanden Kapelle statt. Im Juli dieses Jahres sei nun der Wunsch entstanden, einen Kapellenverein zum Erhalt der Bierlkapelle zu gründen, so Bürgermeister Roider in seiner Einführung.
Edmund Roider erläuterte den Zweck eines solchen Vereines. Bisher war keine einwandfreie Zuordnung zur Kirchen- oder politischen Gemeinde durch die Bürger vorhanden, die Renovierungsarbeiten und Instandsetzungsarbeiten wurden über die Gemeinde durchgeführt. Hier musste man aber immer wieder langwierige Genehmigungsverfahren auf sich nehmen. Mit demVerein als Träger gegenüber der Gemeinde ergäben sich viele Vorteile wie zum Beispiel, dass der Verein für die Kapelle selbst verantwortlich sei, dadurch ist ein ganz anderer Bezug der Bürger zu der Kapelle gegeben. Hier ist auch die Bereitschaft höher zur aktiven Mitarbeit und Spendenbereitschaft und die Kapelle rückt wieder mehr ins Bewusstsein der Bürger.
Als nächster Punkt stand die Bestimmung eines Versammlungsleiters auf der Tagesordnung, hier wurde Bürgermeister Roider vorgeschlagen. Der Verein wird den Namen „Verein zum Erhalt der Bierlkapelle“ tragen. Der Satzungsentwurf wurde mit großer Mehrheit angenommen. Der Verein wird 34 Gründungsmitglieder umfassen. Nach einer kurzen Pause stand die Wahl der neuen Vorstandschaft auf der Tagesordnung.
Der neue Vorsitzende Werner Kumschier bedankte sich für das Vertrauen und sagte: „In nächster Zeit werden ich und meine Vorstandsmitglieder ein Konzept ausarbeiten und es zu gegebener Zeit vorstellen“. Abschließend richtete er noch den Appell an die Pösinger Bürger sie sollen sich die Kapelle anschauen und Verbesserungsvorschläge und Wünsche anbringen, falls sie notwendig sind.
Als letzter Punkt standen Wünsche und Anträge auf der Tagesordnung. Diese umfassten nur den Jahresbeitrag, der auf sechs Euro festgesetzt wird und das Sparbuch, das momentan im Besitz der Gemeinde ist, wird dem Kapellenverein übertragen. (rtn)

 

NEUE VORSTANDSCHAFT
➤ Vorsitzender: Werner Kumschier
➤ Stellvertreter: JosefWich
➤ Kassier: Heinz Bauer
➤ Schriftführer: Josef Daiminger
➤ Beisitzer: Pfarrer SiegmundKastner, Johann Nirschl, Heinrich Meyer, Klaus Kores, Johann Bauer, Elsa Daiminger
➤ Kassenprüfer: Anita Bauer, Alois Wünsch

Quelle: www.mittelbayerische.de

 

   
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