Nur die sich zeitweise überschlagende Lautsprecheranlage störte am Samstag die Harmonie bei der Zusammenkunft derCSU - Kreisdeleierten im Kolpinghaus. Es sollten die einzigen Misstöne bleiben, obwohl es um eine wichtige Personalie ging. Schließlich hatte der Parteinachwuchs im Vorfeld gehörig mit, den Hufen gescharrt, um seinen Ex-Bezirksvorsitzenden Jürgen Linhart in die Pole Position Richtung Berlin zu bringen. Der hätte wohl gute Karrten gehabt, sofern nicht mit dem Weidinger Bürgermeister Karl Holmeier ein lokales CSU-Schwergewicht Ambitionen angemeldet hätte. Wenn auch erst nach reiflicher Überlegung. Es ehrt Linhart, dass er vor dem hohen Favoriten nicht den Schwanz eingezogen und seine Kandidatur durchgezogen hat. Bis zum bitteren Ende, das letztlich nicht so bitter wie befürchtet ausfiel. Knapp 30 Prozent können sich sehen lassen und stellen zumindest eine Empfehhlung für höhere Parteiweihen dar. Der Verlierer könnte mittel- und langfristig also zum Gewinner werden. Was Linhart (noch) fehlt, strahlt Karl Holmeier wie kaum ein Zweiter aus: Bodenständigkeit, Bürergernähe ,Entschlossenheit. Er ist kein Karrieretyp (darum hat er sich seine Bundestagskandidatur wohl auch reiflich überlegt), er ist aber sehr wohl ein "Typ": diplomatisch wenn es angebracht erscheint, stur wenn es notwendig ist, kämpferisch wenn es um seine Gemeinde oder den Landkreis geht. Wobei der Weidinger auf Lautsprecher nicht angewiesen ist. Die sind seiner Stimmgewalt ohnehin nicht gewachsen. Wolfgang Fischer

Quelle: Chamer Zeitung


 

   
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