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Bei Verkehrsschau Geschwindigkeitsbeschränkung gefordert — Dorfplatz ohne Schilder



Pösing. (tk) Mit Transparenten warteten die Bewohner im Tannet am Donnerstagnachmittag auf die Delegation der Verkehrsschau. Sie fordern zum Wohle ihrer Kinder eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Große Hoffnung konnte Reinhard Lesinski von der Verkehrsbehörde den Eltern allerdings nicht machen.
Neben Bürgermeister Edmund Roider waren Reinhard Lesinski von der Verkehrsbehörde im Landratsamt Cham, Franz Ederer von der Polizeiinspektion Roding, Josef Haberl von der VG Stamsried sowie 2. Bürgermeisterin Gisela Riederer dabei. Die Themen der Verkehrsschau umfassten eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Langwald von derzeit 60 Stundenkilometer auf 50 Stundenkilometer. Diese Forderung wird vom Landratsamt Cham und der Polizei abgelehnt, weil der „Innerortscharakter" der Schwärzenbergstraße fehlt. Es wurde in Aussicht gestellt, dass nach einem Gehwegbau die Situation neu geprüft wird.
Eine Verkehrsberuhigung im Baugebiet Langwald II (Rosenstraße/ Föhrenweg) wurde ebenfalls gefordert, das Landratsamt und die Polizei sehen aufgrund des bestehenden „Zone 30"-Bereiches keine Veranlassung, hier weitere Einschränkungen vorzunehmen.Schrittgeschwindigkeit (sieben Stundenkilometer) sei in diesem Bereich nicht zumutbar, so Reinhard Lesinski.
Des Weiteren stand der Verkehrsschilderrückbau im Gemeindebereich auf der Tagesordnung. Nach dem die Hinweisschilder über die neue Regelung "rechts vor links" bereits seit drei Jahren stehen, können sie nun abgebaut werden. Auch die in den 70-er Jahren aufgestellten Verbotsschilder für Feuerwehrzufahrten können abgebaut werden. Der Dorfplatz in Pösing ist künftig einer der ganz wenigen Plätze im Landkreis, wo kein Verkehrsschild zu finden ist, so Bürgermeister Roider.
In der Mühlbachstraße wird das Sackgassenschild auf einem Straßenbeleuchtungsmast montiert. Bei Hochwasser wird dort zusätzlich das Schild „Straße überflutet -Schrittgeschwindigkeit fahren" angebracht.
Einige „Vorfahrt-Achten-Zeichen" müssen durch neue ersetzt werden. Auch die Parkplatzsituation im Bereich des Kindergartens war wieder Thema. Landratsamt, Polizei und auch Bürgermeister Roider können nur an alle Autofahrer, aber auch•an alle Eltern der Kindergartenkinder appellieren, vernünftig auf der Strahlfelder Straße zu parken und nicht immer bis „vor die Haustüre" zu fahren. Zusätzliche farbige Schilder wie „Tempo runter, den Kindern zu Liebe" bringen nichts, so Franz Ederer von der Polizeiinspektion Roding und Reinhard Lesinski.
Im Anschluss fuhr man weiter ins Tannet, wo die Bewohner schon mit zwei Transparenten warteten, um ihrer Meinung nach auf einen Missstand aufmerksam zu machen. Konrad Wiederer und Johann Wagner machten auf den Sachstand aufmerksam, das derzeit auf der Staatsstraße Langwald-Pösing bei der Einmündung zum „Tannet" keine Geschwindigkeitsbeschränkung gilt. So können Autofahrer mit bis zu 100 Stundenkilometer vorbeirauschen. Dies sei sehr gefährlich, da an die Einmündung direkt die "Spielstraße" angrenze und Kinder hier Spielen, so Wiederer.
Die "Tannet´ler" würden es sehr begrüßen, wenn das Ortsschild von Pösing aus Richtung Langwald kommend, zur Zeit bei der Firma Spießl stehend, am Ortseingang vom Tannet angebracht würde, um die Autofahrer aufzufordern, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Aus diesem Grund wurden in den letzten Tagen 75 Unterschriften gesammelt, um diesen Missstand zu ändern.
Reinhard Lesinski machte den „Tannet'lern" wenig Hoffnung, dass sich hier schnell was ändern lasse. Laut Straßenverkehrsordnung müsse eine Geschwindigkeitsbeschränkung an diverse Vorgaben gebunden sein: Es müsse beidseitig bebaut sein, ein Gehweg sollte auf beiden Straßenseiten vorhanden sein und nicht nur eine Einfahrt wie im Tannet.
Des weiteren würde ein Schild nur dann aufgestellt werden, wenn man hier einen Unfallschwerpunkt hätte. Die Eltern müssten auf ihre spielenden Kinder selbst aufpassen, so Lesinski von der Verkehrsbehörde im Landratsamt Cham.
Diese Aussage stieß bei vielen Müttern und Vätern auf völliges Unverständnis. Nach längerer Diskussion und vielen Vorschlägen und Einwendungen, die alle abgelehnt wurden, einigte man sich auf einen Kompromiss.
Die Verkehrsbehörde vom Landratsamt Cham stellte einen erneuten Ortstermin in Aussicht, wenn die Erschließung vom Baugebiet Ziegelhütte II begonnen hat.

Foto: Johann Wagner
 

 

   
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