Klaus Hofbauer zog bei Bundeswahlkreiskonferenz Bilanz seiner elf Jahre im Bundestag

Elf Jahre hat Klaus Hofbauer (CSU) den Wahlkreis Schwandorf/Cham in Bonn und Berlin erfolgreich vertreten; Karl Holmeier (re.) will seine Nachfolge antreten, sofern ihm der Wähler dazu am 27. September das Mandat erteilt.
 

Cham. (wf) Elf Jahre hat Klaus Hofbauer (CSU) den Landkreisen Schwandorf und Cham eine Stimme im Deutschen Bundestag gegeben, in wenigen Tagen zieht sich der Windischbergerdorfer in das Privatleben zurück. Am gestrigen Freitag legte der 62-Jährige der in Hofenstetten (Landkreis Schwandorf) tagenden Bundeswahlkreiskonferenz seine Bilanz vor.
Dabei nannte er als einen Schwerpunkt seiner politischen Arbeit im zurückliegenden Jahrzehnt die Europapolitik, speziell die EU-Ostererweiterung. Als Berichterstatter habe er den Erweiterungsprozess der Europäischen Union mitprägen dürfen, so Hofbauer, wobei ihm gerade an einer Vertiefung der Beziehungen zur Tschechischen Republik gelegen gewesen wäre. Auch wenn hier nach 20 Jahren Normalität eingekehrt sei, müsse man sich jetzt neue Ziele der Zusammenarbeit setzen, etwa durch grenzüberschreitende Zweckverbände. Als früherem Wirtschaftsreferenten am Landratsamt Cham sei ihm die Strukturförderung am Herzen gelegen und er verbucht es als Erfolg, dass weite Teile Ostbayerns nach wie vor in der Förderkulisse ihren Platz haben oder neu aufgenommen wurden.
Eine wichtige Aufgabe sah Hofbauer darin, den ländlichen Raum als gleichwertige Region gegenüber den Ballungszentren darzustellen. Hohe Bedeutung maß er nach eigenen Worten der flächendeckenden Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen bei. „Mit der Breitbrandstrategie der Bundesregierung wurden hierfür die richtigen Weichen gestellt", so Hofbauer. Jetzt komme es darauf an, den Netzausbau auch tatsächlich in der Praxis umzusetzen.
Wer die Arbeit von Klaus Hofbauer im Bundestag bewertet, kommt nicht an der Verkehrspolitik vorbei. Hier lag sein uneingeschränkter Arbeitsschwerpunkt, wie der Windischbergerdorfer selbst sagt. Mit der Unterbringung vieler Straßenbauprojekte im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes seien die Voraussetzungen für Planungen und Baubeginne geschaffen worden. Im Landkreis Cham sind in seiner Ära Projekte von rund 190 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden, bilanzierte Hofbauer am Freitag. Er nannte unter anderem den vierspurigen Ausbau der B 85 zwischen Cham und Untertraubenbach, die Umgehung Furth im Wald, die dritte Spur auf der B20. zwischen Cham und Furth im Wald,
die Umgehungen Chameregg und Hörwalting, Planfeststellungsbeschlüsse für Wetterfeld und Umgehung Neubäu.
Auf der Haben-Seite zu verbuchen hat Hofbauer zudem den Erhalt der Bundeswehrbrigade 12 und der Standorte Pfreimd, Oberviechtach, Roding und Cham, wobei für deren Zukunft spricht, dass aktuell in die Modernisierung der Kasernen 60 Millionen Euro investiert werden. Neben dem Tagesgeschäft gab es immer wieder unvergessliche Momente für den Bundespolitiker Klaus Hofbauer. Dazu zählt er unter anderem seinen Debattenbeitrag im Plenum zur Aufnahme des Gottesbezuges in den Europäischen Verfassungsvertrag und die gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages in Versailles.
Ein paar Zahlen durften in Hofbauers Bilanz vor der Bundeswahlkreiskonferenz nicht fehlen. Demnach hat er genau 50 Reden vor dem Plenum des Bundestages gehalten und insgesamt 475 schriftliche und mündliche Anfragen an die Bundesregierung gerichtet; in seinen ersten vier Jahren belegte er dabei im Ranking aller Abgeordneten den 2. Platz. Neun Anträge hat Hofbauer federführend ausgearbeitet.

Quelle: Chamer Zeitung     Bild: www.holmeier.de


 

   
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