Von Elisabeth Geiling-Plötz. Franz Reichold und Franz Löffler wagen sich als Kandidaten für die CSU aus der Deckung.


Cham. Theo Zellners Abschied steht bevor. Nun wagen sich die potentiellen Nachfolger in der CSU aus der Deckung. Waldmünchens Bürgermeister Franz Löffler sowie sein Rodinger Kollege Franz Reichold haben Interesse an einer Kandidatur angemeldet. In eineinhalb Wochen, am 13. März, treffen sich die CSU-Mitglieder zu einer Klausurtagung. Die offizielle Nominierung steht dann für den 16. April an. An diesem Tag wird der bisherige Amtsinhaber, Theo Zellner, im Landratsamt verabschiedet. Als möglicher Wahltermin ist derzeit der 4. Juli im Gespräch.

Am Sonntagabend setzten sich die Vorstandsmitglieder der Kreis-CSU erstmals zusammen, um über ihre möglichen Kandidaten für die Landratswahl zu debattieren. Im Laufe des Abends kristallisierten sich zwei Anwärter heraus: Franz Löffler, Waldmünchner Bürgermeister und Bezirkstagspräsident, sowie Franz Reichold, Rodinger Stadtoberhaupt. Andere Kandidaten, die bei der Klausurtagung ins Gespräch gebracht wurden, lehnten ab. Markus Sackmann, CSU-Kreisvorsitzender und Sozialstaatssekretär, bezeichnete die beiden Anwärter, die nun im Rennen sind, als „erfolgreiche, kompetente und starke Persönlichkeiten". Sein Interesse am Amt des Landrats bekräftigte Franz Reichold am Tag danach. „Mich reizen die Gestaltungsmöglichkeiten, die das Amt bietet", fasst Reichold seine Beweggründe zusammen. Dass es in der CSU zwei Bewerber gibt, stört den Rodinger Bürgermeister nicht. „Ich habe Interesse an einer Kandidatur und warte ab, wer letztlich die Unterstützung der Partei bekommt", bleibt Reichold gelassen. Sollte sich bei der Klausurtagung am 13. März noch keine Einigung auf einen Bewerber abzeichnen, dann steht einen Monat später eine Kampfkandidatur an. Auch damit hätte der Rodinger kein Problem: „Das gehört zum Wesend er Demokratie." Allerdings pocht er auf eine sachlich geprägte und faire Auseinandersetzung. Sonst wäre er nicht angetreten. Schlammschlachten sind im zuwider: „Ich bin ein harmoniebewusster Mensch", bekräftigt Reichold.

„Ich schließe eine Kandidatur für mich nicht aus", meldet Franz Löffler ganz zurückhaltend Interesse am Amt des Landrats an. Der Waldmünchner Bürgermeister will der Entscheidung des örtlichen CSU Gremiums nicht vorgreifen. „Das festgelegte Procedere ist sehr gut. Wir haben die Chance, die Kandidatur auf eine breite Basis zu stellen", steht Löffler voll und ganz hinter der vereinbarten Vorgehensweise. Am 13. März treffen sich Landkreis-CSU, sämtliche Arbeitskreise, Arbeitsgemeinschaften und Ortsverbände zur Klausurtagung. Nicht um zu nominieren, aber um sich „intensiv mit der Auswahl eines Landratskandidaten zu beschäftigen", gibt Kreisvorsitzender Sackmann die Marschroute vor. Die Nominierung sowie der Wahlkampfauftakt sollen offiziell am 16. April erfolgen.

Franz Löffler vermutet hingegen, dass schon bei der Klausur eine Vorentscheidung fallen wird. Der Waldmünchner: „Ich gehe davon aus, dass bei diesem Treffen eine Festlegung auf einen Kandidaten erfolgen wird." Wer es sein wird, darüber will Löffler nicht spekulieren. Dass ihn die Aufgabe des Landrats und die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten durchaus reizen würden, daraus macht er keinen Hehl. Sein Amt als Bezirkstagspräsident wäre sogar eine Ergänzung: „Bei vielen Problemen, beispielsweise der sozialen Absicherung, gibt es eine enge Verzahnung von Bezirk, Landkreis und Kommunen." Schon sein Vorgänger als Bezirkstagspräsident, Rupert Schmid, war zugleich Regensburger Landrat.

Mit dem Zeitplan, den der CSU Kreisvorstand am Wochenende festgelegt hat, ist auch der Kötztinger CSU-Bereich einverstanden. „Der Fahrplan wurde besprochen und wird nun so umgesetzt", bekräftigt CSU-Bereichsvorsitzender Friedrich Costa.

 Einen eigenen Kandidaten aus dem Altlandkreis Kötzting wird es diesmal wohl nicht geben. Costa: „Wir haben zwei gute Bewerber und der Bessere wird gewählt!"
 

Quelle: Chamer Zeitung

   
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