Roding. (bea) Landratskandidat Franz Löffler startete Wahlkampfauftakt in Gasthaus Hecht.
Die Musik spielt zünftig, die ersten Gäste sind schon eingetroffen und es werden viele Hände geschüttelt. Nur die Hauptperson fehlt noch am Montagabend im Gasthaus Hecht. Landratskandidat  Franz Löffler kommt kurz nach 19 Uhr zu seiner Wahlveranstaltung, begrüßt alte Bekannte und nimmt dann lächelnd auf seinem Stuhl Platz. Der Saal im Gasthaus Hecht ist zur CSU-Auftaktveranstaltung gut gefüllt.

Löffler spricht über einen besseren Lebens- und Wirtschaftsraum im Landkreis Cham, berufliche Bildung und die Krankenhausstruktur.
Dafür erhält er viel Applaus.
In einer Zeit von Finanz- und Wirtschaftskrise, sinkender Steuerkraft und einer vielleicht bevorstehenden Euro-Krise will Löffler dennoch das Amt des Landrats übernehmen.
 „Ich bin vom Landkreis Cham überzeugt, vor allem von den Menschen bin ich geradezu begeistert!" , erklärt er. Denn im Landkreis stecke viel Kraft und Motivation: Starke Kommunen, die in finanziell schwierigen Zeiten den Gestaltungsauftrag ernst nehmen, tüchtige Unternehmer, die nicht jammern sondern anpacken und gefestigte gesellschaftliche Strukturen. „Das macht Mut und schafft Vertrauen und Zuversicht auch in schwierigen Zeiten." Sein Motto: „Menschen begeistern - gemeinsam gestalten !", wie es auch auf den druckfrischen Plakaten überall im Saal steht, auf denen Löffler lächelnd die Arme ausbreitet. Sein Ziel sei es, ein gemeinsames Leitbild mit den Men-sehen im Landkreis für den Landkreis zu erarbeiten. Nur so könne man miteinander die Heimat gestalten und nur so erreiche Kommunalpolitik die Menschen.
Kritisch sieht Löffler den Wegfall von Bildungseinrichtungen im Landkreis. „Gute Schulen binden Menschen. Wenn die Einrichtungen weg gehen, gehen auch die Menschen."
Die Übertrittsquote an Gymnasien nehme stetig zu. Doch auch Hauptschulen seien wichtig.
Ein Drittel der Facharbeiter komme von dieser Schulart. „Und Facharbeiter werden mehr denn je für die Zukunft gebraucht!", erklärt Löffler.
Positiv sieht er den Technologie-Campus in Cham. Löffler: „Eine Chance den Landkreis Cham in der akademischen Bildung attraktiver zu machen." Wichtig sei es Berufe, wie beispielsweise Metzger oder Bäcker zu halten und neue Berufsbilder in den Bereichen Hotel, Wellness oder erneuerbare Energien zu gewinnen.
Neben einem guten Bildungsangebot soll auch der Gesundheitsstandort eine wichtige Rolle spielen.
„Hochwertige Medizin darf kein Privileg der Großstädte sein", sagt Löffler Es müssen Anreize für Fachärzte im ländlichen Raum geschaffen und die Nachfolge von Hausärzten gesichert werden.
Besonders betont Löffler, dass für ihn als Landrat ein Verkauf oder die Privatisierung von Krankenhäusern nicht in Frage komme. „Wir müssen unsere Krankenhausstruktur weiter entwickeln. Dazu können neue Fachbereiche, wie etwa Kinderheilkunde oder ein onkologisches Zentrum gehören und attraktive Kooperationspartner, wie die Barmherzigen Brüder oder Universitäten", sagt Löffler. Auch eine Finanzbeteiligung der Kommune schließe er nicht aus.
Für den Landkreis Cham sieht Franz Löffler in der Europaregion (Oberpfalz, Niederbayern, Westböhmen, Südböhmen, Oberösterreich) eine Chance. „Westböhmen ist einestar ke Wirtschaftskraft. Auch die deutschen Arbeitnehmer können davon profitieren." Dazu braucheman auch eine gute Infrastruktur, wie etwa Straßen- oder Bahnanbindungen oder einen flächendeckenden DSL-Ausbau.
Eine besondere Herausforderung stelle aber die kommunale Finanzausstattung dar. „Die wirtschaftliche Aufhellung schlägt sich noch nicht in Steuerkraft nieder. Das lässt keine finanziellen Spielräume zu." Die Kommunalfinanzen müsse man neu ordnen, vor allem im sozialen Bereich. Die Gewerbesteuer dürfe nicht abgeschafft werden, so lange man keinen gleichwertigen Ersatz hat.
All diesen Aufgaben wolle sich Löffler stellen. „Die Frage lautet nicht, was bringt mir dieses Amt, sondern was bringe ich für dieses Amt mit." Er gebe keine Wahlversprechen, aber die Versicherung, mitvoll em Einsatz für den Landkreis Cham da zu sein.

 

Quelle: Chamer Zeitung     Fotos: Johann Wagner
 

   
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