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Cham. (wf) Minister bietet Landkreis Cham an, Modellregion beim „Bildungsbündnis" zu werden


An der Schonfrist für die Berufsschulen im Landkreis Cham wird nicht gerüttelt. Das hat Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle am Freitag in einem Teleoninterview mit der Chamer Zeitung bestätigt. Der Minister legte bei dieser Gelegenheit nach und bietet dem Landkreis Cham an, als Modellregion bei den neu einzurichtenden Bildungsbündnissen zu fungieren.

 

Zweifel an Spaenles vor wenigen Tagen gegenüber Staatssekretär Markus Sackmann und dem Waldmünchner Bürgermeister Franz Löffler gegebenen Zusage hatte eine andere Zeitung im Landkreis nach einem Gespräch mit der Presseabteilung des Kultusministeriums geschürt.

Dem trat der Minister am Freitag entschieden entgegen. „Es wird zum kommenden Schuljahr keine Verlagerung von Klassen der Chamer Berufsschule geben", stellte Spaenle klar. „Wir können doch die Schüler nicht nach Schwandorf schicken und sie dann wieder zurückholen."

Bereits Ende 2009 und dann nochmals im März 2010 habe er sich, so der Minister, zu Gesprächen mit Sackmann und Löffler getroffen. Dabei wäre auch über das Modell fächer- und jahrgangsübergreifender Klassen gesprochen worden. Unabhängig davon sei die Regierung der Oberpfalz verpflichtet gewesen, eine Strategie zu entwickeln, wie die Beschulung angesichts sinkender Schülerzahlen künftig organisiert werden kann. Dabei sei die Umsprengelung von insgesamt vier Klassen mit Fleischern und Fleischereifachverkäuferinnen, Bäckern und Konstruktionstechnikern nach Schwandorf und Regensburg angedacht worden.

Da aber im Landkreis Cham bei den Fleischern und Fleischereiverkäuferinnen bereits eine jahrgangsübergreifende Kombiklasse besteht und auch in den anderen Berufszweigen neue Wege entwickelt werden sollen, werde es zum kommenden Schuljahr keine Klassenverlagerungen geben. Schließlich müssten erst die Ergebnisse der Modellversuche vorliegen. Zur Thematik werde es im Übrigen am 24. Juni ein Gespräch seiner Fachabteilung mit den Berufsverbänden geben, kündigte Spaenle an.

Für den Landkreis Cham hatte der Minister ein Angebot von der diese Woche tagenden Kultusministerkonferenz mitgebracht: Sofern gewünscht, könne der Landkreis Modellregion für ein sogenanntes „Bildungsbündnis" werden. Hier sollen sich Schulen, Wirtschaft und Politik an einen Tisch setzen, um flexible Lösungen für den Übergang von der Schule in den Beruf zu entwickeln. Der Landkreis Cham scheine ihm, so Spaenle, dafür prädestiniert, weil er bereit sei, neue Formen in der Beschulung des beruflichen Nachwuchses zu entwickeln. Ob das in der bestehenden Struktur, also mit fünf Berufsschulstandorten, gelingen kann, hat nach Spaenles Worten der Sachaufwandsträger zu entscheiden.

Foto: http://www.stmuk.bayern.de/km/ministerium/minister/

   
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